Antisemitismus an der TUM
Prävention von Antisemitismus
An der TUM stellen wir uns klar gegen jede Form von Hass, Antisemitismus, Rassismus oder anderem Rechtsextremismus. Dies ist Teil unserer Leitprinzipien, auf denen wir unsere Universität aufbauen; eine Überzeugung, die wir grundsätzlich an unserer Universität fördern wollen. Als Institution unterstützen wir keine antisemitischen Aktivitäten auf unserem Campus. Keine Person soll sich an unserer Universität unsicher, diskriminiert oder unerwünscht fühlen – unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht oder persönlichem Hintergrund. Wir glauben aufrichtig an die Werte von Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung und sind fest davon überzeugt, dass wir diese Prinzipien als nicht verhandelbare Grundlagen unserer Universität leben und fördern müssen.
Aufarbeitung der NS Vergangenheit
Darüber hinaus setzt die TUM die Aufarbeitung ihrer Rolle während des Nationalsozialismus (NS) fort: Gebäude- und Raumbezeichnungen nach NS-belasteten Persönlichkeiten werden entfernt, ebenso distanziert sich die Universität von in der NS-Zeit verliehenen Ehrentiteln. An zentralen Orten wie dem Stammgelände und dem Campus Garching werden „Orte der Reflexion“ eingerichtet, um über die historischen Hintergründe zu informieren. Zusätzlich wurde ein Forschungsauftrag zur weiteren Aufklärung von NS-Verstrickungen damaliger TUM-Angehöriger erteilt. Ein neuer Erinnerungsort für NS-verfolgte Hochschulangehörige wurde im ersten Obergeschoss des Gebäudeteils Arcisstraße / Ecke Gabelsbergerstraße eröffnet.
Thomas Mann – In der Brandlandschaft der Demokratie. Leben. Politik. Gegenwart.
Die multimediale Ausstellung tritt mit ihren vielfältigen Formaten in einen Dialog mit der Gesellschaft über die Gefährdung der Demokratie im Gestern und Heute und spiegelt unsere Herausforderungen mit der Zeit Thomas Manns. Sein Kampf gegen den Nationalsozialismus und gegen Autokratie ab den zwanziger Jahren in München bis zur Ausreise aus den USA 1952 in Folge des McCarthyismus steht im Mittelpunkt, wird aber immer in Bezug zu unserer Gegenwart gesetzt. So erhält Thomas Manns Erfahrung eine neue Aktualität in der Lebenswirklichkeit unserer Zeit. Weitere Informationen hier.
Antisemitismusbeauftragter
Prof. Winfried Nerdinger, emeritierter Professor für Architekturgeschichte und Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München, unterstützt und berät die Universität bei der Prävention und Aufklärung von Antisemitismus. Kontakt via antisemitismus(at)tum.de, weitere Informationen hier.